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Tag Archives: Mainz

Man stelle sich vor, dass ein grosser Teil der Flüge am Flughafen FFM nich fliegen können, weil die Hälfte der Mitarbeiter der Flugsicherung in Urlaub oder krank sind.

Die Bahn, insbesondere seit Mehdorn, sorgt mit konstant negativer Personalpolitik für ein Ausdünnen der Personaldecke und wundert sich jetzt, dass wie jetzt in Mainz die Stellwerke nicht mehr besetzt werden können. Ja, Herr Mehdorn, das ist eine der Spätfolgen. Um mit aller Macht und gegen alle Vernunft an die Börse zu stürmen wird an allen Ecken gespart. Am meisten einsparen kann man natürlich bei den „Human Resources“, wie Menschen heutzutage heissen. Dass dann alle personalintensiven Bereiche in starke Probleme geraten, wird übergangen, man will ja keine Probleme hören, sondern Lösungen. Natürlich Lösungen, wie man möglicht kostenneutral die Kostenstelle HumanResource entlasten kann. Modernes Management hat den Mensch als individuelles denkendes Individuum nicht mehr auf dem Plan.

Die massiven Einschränkungen im Fernverkehr und auch im Nahverkehr, vorraussichtlich noch bis Ende des Monats, bauen sich gerade zu einem massiven Imageschaden auf. Ob hier unterm Strich noch gespart wurde, wage ich zu bezweifeln. Aber das hat man bei der Berliner S-Bahn ja auch ausgesessen.

Aber ein Bauernopfer ist auch schon gefunden. Hansjörg Hess, Vorstand Produktion der DB Netz AG, muss seinen Hut nehmen. Laut Stuttgarter Zeitung war ein Rückzug von Hess sowieso schon geplant. Somit ist das Volk besänftigt. Alles klar, wir machen weiter so…

DD


Links zum Thema:

Spiegel Online – Stellwerkchaos

Allgemeine Zeitung Mainz – Bahnchaos

Stuttgarter Zeitung – Bahnchaos

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Ich weiß auch nicht, was mich geritten hat – Ich bin am Rosenmontag mit der Bahn auf einer Strecke gefahren, die mich über den Mainzer Hauptbahnhof geführt hat. Wahrscheinlich habe ich als Fastnachtsmuffel die Gefahr verdrängt…

In Worms haben eine Regionalbahn und ein Regionalexpress schon überhaupt nicht mehr angehalten, da sie bereits überfüllt waren. Ein ab Worms eingesetzter Sonderzug hatte glücklicherweise weit vorne eine defekte Tür, sodass sich das Feiervolk nicht bis ganz nach vorne gesetzt hat. Im vordersten Abteil war es bis Bodenheim bis auf vier gröhlende Karnevalisten relativ ruhig. Dort hielt der Zug mit dem Vorderteil leider etwas zu früh mitten am Bahnsteig, daher haben leider viele das vordere Abteil entdeckt. Aber da waren ja glücklicherweise nur noch zwei Stationen bis Mainz Hauptbahnhof übrig.

Nach Wiesbaden war die Fahrt angenehm… gähnende Leere im Zug, die arme Zugbegleiterin war dem Nervenzusammenbruch nahe – sie hatte mein Mitgefühl…

Auf der Rückfahrt dachte ich, um 17:00/18:00 Uhr wäre schon alles vorbei – falsch gedacht. Als ich in Mainz aus der Regionalbahn aus Wiesbaden steigen wollte, sah ich mich einer geschlossenen Kette kostümierter Fastnachtsfanatiker gegenüber, die entweder noch nie eines hatten oder ihr Hirn vor kurzem versoffen hatten. Auf die Idee zu kommen, dass die Passagiere aussteigen müssen um auch wieder welche einsteigen zu lassen, war wohl zuviel verlangt. Ich habe zwei Sekunden gewartet um ihnen zumindest die Chance zu geben, selbst darauf zu kommen. Zuviel verlangt, mich starrten stumm ca. 15 bunt kostümierte an. Erst auf wiederholte Bitte, dass ich doch gerne aussteigen wolle, konnte ich mich durch die Menge durchdrücken. Dass ich dabei noch wüst beschimpft wurde, brauche ich wohl nicht erwähnen.

Die Fahrt in der Regionalbahn von Mainz nach Worms war schliesslich so, wie ich es dann vermutet hatte. Lautes Gröhlen, Anrempeln, Pöbeln etc. Als zwei Bänke hinter mir ein Troll seine vernichteten Bierreserven nicht mehr bei sich behalten konnte, war ich kurzzeitig ein wenig verärgert. Na ja… Aber wo stiegen die lautesten und unangenehmsten Feiertrolle aus? Ja… In Worms