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WZ-Artikel: Wormser Stadtrat verabschiedet Haushalt-Erstmals wieder mit Neuverschuldung

Prestige, Macht und Filz…

Ich finde es immer wieder bestürzend, dass Verwaltungen ungestraft dauerhaft und mutwillig über ihre Verhältnisse leben können, meist um sich zu profilieren oder ein Denkmal zu setzen. Aber das Stimmvieh ist ja geduldig und bis zur nächsten Wahl ist alles wieder vergessen. Oder wie in diesem Fall: Die Wahl ist zwar nah, aber der Stadtdirektor kann sich dank Ermangelung ernsthafter Alternativen in Sicherheit wiegen.

Damit sie mich nicht falsch verstehen: Ich habe überhaupt nichts
gegen ein vernünftig saniertes Theater oder auch andere Prestige-Objekte und -Veranstaltungen, im Gegenteil… wenn man sie sich leisten kann!

Wenn sich die Zinsen für bereits laufende Kredite auf schwindelnde Höhen zubewegen, die Tilgung noch gar nicht beachtet, kann ich als Stadt-Regierung nicht sehenden Auges auf die Katastrophe zurennen, nur weil ich sowieso nur wenige Amtsperioden
lang damit konfrontiert bin. Ich kann auf Dauer kein Geld ausgeben, das ich nicht habe und mich dann über den großen Sozialetat beschweren.

Um das mal mit einem Bild vom treu sorgenden Familienvater zu erklären: Ich kann als Vater für die Familie kein tolles neues Auto kaufen und einen große Reise finanzieren, wenn ich kaum das Geld für das Mittagessen zusammen bekomme und noch den Kredit für die Waschmaschine bedienen muss.

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