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Monthly Archives: März 2011

Ich weiß auch nicht, was mich geritten hat – Ich bin am Rosenmontag mit der Bahn auf einer Strecke gefahren, die mich über den Mainzer Hauptbahnhof geführt hat. Wahrscheinlich habe ich als Fastnachtsmuffel die Gefahr verdrängt…

In Worms haben eine Regionalbahn und ein Regionalexpress schon überhaupt nicht mehr angehalten, da sie bereits überfüllt waren. Ein ab Worms eingesetzter Sonderzug hatte glücklicherweise weit vorne eine defekte Tür, sodass sich das Feiervolk nicht bis ganz nach vorne gesetzt hat. Im vordersten Abteil war es bis Bodenheim bis auf vier gröhlende Karnevalisten relativ ruhig. Dort hielt der Zug mit dem Vorderteil leider etwas zu früh mitten am Bahnsteig, daher haben leider viele das vordere Abteil entdeckt. Aber da waren ja glücklicherweise nur noch zwei Stationen bis Mainz Hauptbahnhof übrig.

Nach Wiesbaden war die Fahrt angenehm… gähnende Leere im Zug, die arme Zugbegleiterin war dem Nervenzusammenbruch nahe – sie hatte mein Mitgefühl…

Auf der Rückfahrt dachte ich, um 17:00/18:00 Uhr wäre schon alles vorbei – falsch gedacht. Als ich in Mainz aus der Regionalbahn aus Wiesbaden steigen wollte, sah ich mich einer geschlossenen Kette kostümierter Fastnachtsfanatiker gegenüber, die entweder noch nie eines hatten oder ihr Hirn vor kurzem versoffen hatten. Auf die Idee zu kommen, dass die Passagiere aussteigen müssen um auch wieder welche einsteigen zu lassen, war wohl zuviel verlangt. Ich habe zwei Sekunden gewartet um ihnen zumindest die Chance zu geben, selbst darauf zu kommen. Zuviel verlangt, mich starrten stumm ca. 15 bunt kostümierte an. Erst auf wiederholte Bitte, dass ich doch gerne aussteigen wolle, konnte ich mich durch die Menge durchdrücken. Dass ich dabei noch wüst beschimpft wurde, brauche ich wohl nicht erwähnen.

Die Fahrt in der Regionalbahn von Mainz nach Worms war schliesslich so, wie ich es dann vermutet hatte. Lautes Gröhlen, Anrempeln, Pöbeln etc. Als zwei Bänke hinter mir ein Troll seine vernichteten Bierreserven nicht mehr bei sich behalten konnte, war ich kurzzeitig ein wenig verärgert. Na ja… Aber wo stiegen die lautesten und unangenehmsten Feiertrolle aus? Ja… In Worms

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WZ-Artikel: Wormser Stadtrat verabschiedet Haushalt-Erstmals wieder mit Neuverschuldung

Prestige, Macht und Filz…

Ich finde es immer wieder bestürzend, dass Verwaltungen ungestraft dauerhaft und mutwillig über ihre Verhältnisse leben können, meist um sich zu profilieren oder ein Denkmal zu setzen. Aber das Stimmvieh ist ja geduldig und bis zur nächsten Wahl ist alles wieder vergessen. Oder wie in diesem Fall: Die Wahl ist zwar nah, aber der Stadtdirektor kann sich dank Ermangelung ernsthafter Alternativen in Sicherheit wiegen.

Damit sie mich nicht falsch verstehen: Ich habe überhaupt nichts
gegen ein vernünftig saniertes Theater oder auch andere Prestige-Objekte und -Veranstaltungen, im Gegenteil… wenn man sie sich leisten kann!

Wenn sich die Zinsen für bereits laufende Kredite auf schwindelnde Höhen zubewegen, die Tilgung noch gar nicht beachtet, kann ich als Stadt-Regierung nicht sehenden Auges auf die Katastrophe zurennen, nur weil ich sowieso nur wenige Amtsperioden
lang damit konfrontiert bin. Ich kann auf Dauer kein Geld ausgeben, das ich nicht habe und mich dann über den großen Sozialetat beschweren.

Um das mal mit einem Bild vom treu sorgenden Familienvater zu erklären: Ich kann als Vater für die Familie kein tolles neues Auto kaufen und einen große Reise finanzieren, wenn ich kaum das Geld für das Mittagessen zusammen bekomme und noch den Kredit für die Waschmaschine bedienen muss.

Ein Ritzenschieber … war früher ein ungelernter Arbeiter, der die Rillenschienen von Straßenbahnen sauber hielt, indem er mithilfe einer stockähnlichen Spezialschaufel oder eines kurzen und steif gebundenen Rutenbesens, der am anderen Stielende ein etwas zugespitztes Flacheisen trug, den Schmutz entfernte, der sich darin angesammelt hatte. … Der Beruf starb in den 1950er Jahren aus.

Quelle: Wikipedia

Japans Hochgeschwindigkeitszüge Shinkansen sind mit Abstand die pünktlichsten der Welt. Die Verspätung eines Zuges auf der Tokaido-Shinkansen-Strecke betrug 2009 im Schnitt 36 Sekunden.

Quelle: Spiegel Online